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BIS ZUM START

Lauffieber Dortmund

Lauffieber Dortmund lehrt und trainiert nach der Laufcampusmethode und ist angeschlossen an das Laufcampus Trainernetzwerk mit über 150 Lauftrainern, das größte Netzwerk an selbstständigen und nicht vereinsgebundenen Lauftrainern in Deutschland. Andreas Butz, Gründer von Laufcampus aus dem Rheinland, gilt nicht nur als Experte und Autor zahlreicher Laufbücher, sondern auch als der „Bundestrainer der Hobbyläufer“ (Fit for Fun). Er hat bereits viele Lauftrainer in seiner Laufcampus-Methode ausgebildet, so auch Helmut Bezani aus Dortmund.

 

Vivawest Vorbereitungskurse

Lauffieber Dortmund bietet spezielle Vorbereitungskurse für jegliche Disziplinen des Vivawest-Marathons an, die ab dem 9. Januar 2018 starten. Ein Einstieg in den laufenden Kurs ist nach Absprache möglich.

Das Trainingspaket „Vorbereitung Vivawest“ beinhaltet:

  • „Finisher Shirt“ des Laufs
  • deinen Startplatz
  • Zutritt zum „Läuferzelt“ nach dem Lauf
  • ausführliches Anamnesegespräch
  • Belastungstest LC1000 zur Ermittlung des aktuellen Leistungsstandes
  • einen individuellen Trainingsplan von Beginn des Kurses bis zum Wettkampftag mit anschließender Empfehlung zur Regeneration (3 Wochen)
  • Funktionsshirt Lauffieber Dortmund

Paket 149 EUR

Auch als Paket mit Leistungsdiagnostik für einen Aufpreis in Höhe von 50 EUR möglich.

Das Team von Lauffieber Dortmund freut sich darauf, neue Laufenthusiasten – und die, die es werden wollen - kennenlernen zu dürfen.

Alles weitere und vieles mehr erfahrt Ihr auf: www.lauffieber-dortmund.de

 

 

Interview mit der Gewinnerin des Vorbereitungspakets von Lauffieber Dortmund auf den VIVAWEST-Marathon

Kathrin Hendricks aus Essen ist seit ein paar Jahren ambitionierte Hobby-Läuferin – an einen Halbmarathon hatte sie sich bisher aber noch nicht gewagt. Im Frühjahr sollte es dann so weit sein, der VIVAWEST-Halbmarathon stand schon fest im Kalender, als sie das Vorbereitungspaket von „Lauffieber Dortmund“ gewann. Für die 27-jährige angehende Logopädin der Anfang einer spannenden Lauf-Geschichte. Linda von Lauffieber Dortmund hat wenige Tage nach dem Halbmarathon mit Kathrin gesprochen.

L: Der VIVAWEST-Halbmarathon - dein erster Halbmarathon - ist jetzt ein paar Tage her. Ist das bei dir schon gesackt, dass du diesen Meilenstein jetzt geschafft hast?

K: Noch nicht so richtig. Ich weiß noch, dass der Moment, in dem man um die Ecke bog und das Ziel gesehen hat, total surreal war. Denn gerade bei der Hitze hatte man vorher immer mal wieder so Momente, in denen man dachte „Schaffe ich es überhaupt ins Ziel?“, und dann läuft man durchs Ziel und hats geschafft und sich auch eine Art Traum erfüllt…
Ne, also so richtig angekommen ist es noch nicht. Ich hab zwar die Medaille danach auch stundenlang getragen, aber bisher fühlt sich das immer noch etwas unwirklich an, dass ich das tatsächlich geschafft habe.

L: Dazu auch noch einmal: Herzlichen Glückwunsch! Das ist eine großartige Leistung, die nicht jeder schafft. Bist du vorher schon Läuferin gewesen oder warst du ein vollkommener Neuling im Laufsport?

K: Ich hab vor vier Jahren so hobbymäßig mit dem Laufen angefangen, einfach so zum Ausgleich. Ich wohne in Essen direkt in der Nähe der Ruhr, das ist eine sehr schöne Laufgegend, die man direkt vor der Haustür hat. Ich war aber lange nur hobbymäßig ein- bis zweimal die Woche unterwegs. Irgendwann überlegt man dann aber trotzdem, sich das ein oder andere Ziel zu setzen und das ein oder andere Rennen zu laufen. Ich bin dann häufiger 5- , 7,5- und 10-Kilometer-Läufe gelaufen hier in und um Essen. Mein Ziel war immer einen 10-Kilometer-Lauf in unter einer Stunde zu schaffen. Als ich das dann vor eineinhalb Jahren geschafft hab, hab ich gedacht: „Ok, jetzt muss ein neues Ziel her.“ Entweder muss ich noch schneller werden – aber dafür muss man sich ja viel im Tempotraining durch Intervalle quälen, das mache ich nicht so gerne – oder man geht eben auf die nächsthöhere Distanz - und das ist ja dann der Halbmarathon.

L: Also stand das Ziel – wie war dann deine weitere Planung?

K: Das war eigentlich ganz witzig: Ich war schon für den VIVAWEST-Halbmarathon angemeldet, seit dem letzten Herbst schon. Dann hab ich auf der Facebook-Seite von VIVAWEST aus Spaß bei dem Gewinnspiel mitgemacht – und tatsächlich das Vorbereitungspaket gewonnen! Da dachte ich mir: Das ist doch ein gutes Zeichen. Ich wollte ja eh laufen, und dann habe ich noch die optimale Vorbereitung dazu bekommen.
Ich wollte ursprünglich im letzten Herbst beim Köln-Marathon meinen ersten Halbmarathon laufen, aber ich war im vergangenen Sommer dann verletzt und konnte nicht trainieren, da musste ich das verschieben. Da war es dann naheliegend für mich, als nächsten Lauf den VIVAWEST-Halbmarathon ins Auge zu fassen, weil er ja auch bei mir in der Nähe ist, mein Heimatlauf ist. Das Vorbereitungspaket, das ich gewonnen habe, war dann quasi das Sahnehäubchen. Da hatte ich dann keine Ausreden mehr.

L: Wie ist das abgelaufen, was ist nach deinem Gewinn passiert?

K: Anfang Januar war das Gewinnspiel auf Facebook, danach habe ich per Direktnachricht die Kontaktdaten von Lauffieber Dortmund bekommen und habe direkt mit Helmut (hauptamtlicher Trainer bei Lauffieber Dortmund, Anm. d. Red.) gesprochen – und eine Woche später fing auch schon direkt das Training an. Ich habe vorher noch ein paar Anmeldebögen ausgefüllt, aber im Grunde ist zwischen dem Gewinn und dem Start des Vorbereitungskurses nur knapp eine Woche vergangen.

L: Für den Kurs bist du dann wöchentlich nach Dortmund gependelt - wie oft?

K: Ich war mindestens alle zwei Wochen da. Im Frühjahr war ich eine Zeit lang krank, da habe ich das Training ausgesetzt, aber ansonsten habe ich es immer versucht, jeden Dienstag zum Training zu kommen. Das hat nicht immer hingehauen, zum Teil auch wegen der schulischen Verpflichtungen, aber ich würde schon sagen, dass ich regelmäßig da war.

L: Hat dir das Training insgesamt gefallen - und hat es vielleicht etwas Neues in dein bestehendes Training mit eingebracht?

K:  Auf jeden Fall! Ich habe vorher nie nach Pulsbereichen trainiert, als ich für mich gelaufen bin. Ich bin eher so nach Gefühl gelaufen, ohne darauf zu achten, ob es vielleicht besser oder schlechter wäre, in bestimmten Pulsbereichen zu bleiben. Durch den Trainingsplan, den jeder individuell erstellt bekommen hat, habe ich gelernt, wie man Trainingsreize richtig setzt und die Erholungspausen dazwischen einhält. Innerhalb von wenigen Wochen habe ich schon gemerkt, was das für einen Unterschied macht, wie sehr man sich im Bezug auf die Pulswerte verbessert und wie es einen richtig weiterbringt. Das war ganz neu für mich.

L: Also hat es dir sportlich was gebracht. Wie hat sich das Training in Bezug auf dein Laufgefühl ausgewirkt? Du bist ja vor eineinhalb Jahren einen 10-Km-Lauf unter einer Stunde gelaufen, ohne Trainingsplan. Wie hat sich der letzter 10er im Vergleich angefühlt, den du Anfang April mit Lauffieber gelaufen bist?

K: Was sich vor allem geändert hat zu damals: Man geht ganz anders ans Training, aber auch an ein Rennen dran. Man macht sich nicht selbst so einen Druck, zum Beispiel im Bezug auf die Zielzeit. Ich hatte auch immer noch im Hinterkopf, dass ich im Februar viel Training krankheitsbedingt verpasst habe. Helmut hat dann die Zielzeiten für den AWO-Lauf (Regionallauf in Dortmund-Asseln, Anm. d. Red.) für mich angepasst und mir gesagt, dass ich die ursprüngliche Zeit erstmal vernachlässigen soll: Ich sollte erstmal schauen, wie ich mich fühle und sollte Acht geben auf die Pulswerte. Ich hab gelernt, entspannter in ein Rennen zu gehen und dass ich meinen Fähigkeiten und meinem Körper vertrauen kann. Man weiß, man hat gut trainiert, man schafft das, auch wenn da nicht die Zielzeit bei rumkommt, die man sich gedacht hat, aber dass man im Grunde so in sich hören kann und dann auch weiß, was an dem Tag möglich ist.

L: Wie war das dann am Sonntag: Konntest du auch entspannt an den Halbmarathon-Start gehen?

K: Ich muss sagen, dass es so heiß war – das ist ja mein absolutes Grauen, ich laufe nicht gern bei Temperaturen jenseits der 20 Grad –  hat mir ein bisschen den Druck genommen. Ich dachte mir so: „Ok, ich gehe an den Start – aber ich schaue einfach mal was passiert.“ Man kann schlecht einkalkulieren, wie sich das auf die körperliche Verfassung auswirkt und natürlich war ich nervös, man hat ja vorher schon gesehen wie die Marathon-Läufer an den Start gegangen sind. Ich war im letzten Startblock, das heißt ich musste außerdem auch nochmal warten, dass ich endlich losdurfte. Da ist dann schon eine gewisse Aufregung dabei, aber eher positive Aufregung, dass man endlich loskommt und schaut, wie es sich anfühlt. Die Hitze war im Nachhinein gesehen etwas Gutes, da ich so von Anfang an gesagt hab: „Ich möchte sicher ins Ziel kommen, und die Zeit ist erstmal nebensächlich.“

L: Also bist du mit deinem Ergebnis dann auch zufrieden -  denn ins Ziel gekommen bist du ja.

K: Auf jeden Fall! Ich hab zwischendurch, etwa bei Kilometer acht oder neun, ein kleines Tief gehabt wo ich gedacht hab, ok, ich komme nicht mehr ins Ziel, weil man dann einfach gemerkt hat, dass das aufgrund der Hitze eine ganz andere Belastung ist für den Körper. Ich hatte eigentlich das Ziel, dass ich die ganze Zeit bei der Pacemakerin für die 2:30:00-Zielzeit mitlaufe und dann knapp darunter bleibe - und dann musste ich bei Kilometer acht dann doch abreißen lassen. Ich konnte nicht länger das Tempo halten, bzw. mein Puls ist so hoch gegangen, dass ich gedacht habe: „Wenn ich jetzt auf Biegen und Brechen weiterlaufe, dann komme ich eh nicht ins Ziel, dann liege ich vorher am Straßenrand.“ Das hat echt so einen kleinen Knacks gegeben. Es war eine mentale Herausforderung für mich, mich zu überzeugen, da weiter zu laufen. Da hab ich dann wieder gemerkt, wie wichtig das Training im Vorfeld war: Man hat sich in der Trainingsgruppe ja auch immer wieder mit anderen Läuferinnen und Läufern ausgetauscht, die zum Teil auch schon längere Distanzen gelaufen waren, die auch von vorne herein gesagt haben: Es ist keine Schwäche, wenn man bei so einer langen Distanz eine Gehpause machen muss – im Gegenteil: Man sollte sich die nehmen. Aber im ersten Moment denkt man sich in der Situation dann schon: Ok, jetzt kannst du auch gleich aufgeben.

L: Also war die Trainingsgruppe für dich schon eine Begleitung – auch wenn sie nicht tatsächlich neben dir waren?

K: Auf jeden Fall. Es war echt hilfreich, sich im Vorfeld über genau solche Dinge – Scheitern, Rückschläge und so weiter – auszutauschen, dadurch ist man dann mit diesen Gehpausen ganz anders umgegangen. Man hat ja auch auf der Strecke andere Läufer mit den gleichen Problemen gehabt, die sich auch schwer getan haben – man wusste, man ist nicht alleine mit der Situation. Da konnte man dann auch wieder Kraft draus ziehen. Ich bin jetzt mit knapp unter 2:50:00 ins Ziel gekommen und hab mir gedacht: Alleine bei diesem Wetter ins Ziel oder überhaupt an den Start gegangen zu sein, das hätten viele gar nicht gemacht. Von daher bin ich sehr zufrieden.

L: Du hast das Training in der Gruppe bei Lauffieber Dortmund angesprochen. Was hast du aus dem Gruppen-Training noch für dich mitnehmen können?

K: Es hat echt gut getan sich mit anderen Hobby-Läuferinnen und -Läufern austauschen zu können und mit einer ähnlichen Einstellung an Rennen heranzugehen. Viele im Team Lauffieber sind schon seit einigen Jahren laufend unterwegs, und gerade für mich als Neuling auf so langen Distanzen war es wirklich hilfreich, wenn man so erfahrene Läufer im Training hat mit denen man sich austauschen und von denen man lernen kann. Ob es um Läufer-Ernährung oder die richtigen Schuhe geht, in so einer Gruppe kommt einfach eine große Bandbreite von unterschiedlichsten Läufer-Typen vor. Egal um was es geht, irgendwer hat eine Antwort – das hat auch nochmal ein Stück weit Sicherheit gegeben.

L: Wie schätzt du die Stimmung in der Gruppe ein?

K: Schön ist, dass es alles Läuferinnen und Läufer ohne Konkurrenz-Ambitionen sind. Auch wenn man da jetzt als „Marathon-Frischling“ reinkommt, wird man herzlich aufgenommen und unterstützt. Ich weiß noch, wie ich so etwa eine halbe Stunde vor dem Start Zweifel hatte, ob das alles so klappt, ob ich gut ins Ziel komme und so weiter. Da haben dann einige der anderen Läufer von Lauffieber die mit an den Start gegangen sind zum Beispiel gesagt: „Ach du bist das doch schon im Training gelaufen und warst gut dabei, warum solltest du es jetzt nicht mit der Startnummer laufen können?“ Das hat schon gutgetan. Ich glaube, wenn man da alleine an den Start gegangen wäre ohne dieses Team im Hintergrund, dann wäre das nochmal was anderes. Es war dann ja auch so, dass ich mit Doreen einen Teil des Halbmarathons gelaufen bin. Ich hab sie am Anfang nach zwei Kilometern schon aus den Augen verloren und war dann relativ alleine unterwegs – drei Kilometer vor dem Ziel habe ich dann aber plötzlich ein grünes T-Shirt leuchten sehen und gedacht, das könnte sie sein. Das hat auch nochmal Energie gegeben, zu sehen: „Hey, da läuft noch jemand aus deinem Team.“ Für sie war es ja auch der erste Halbmarathon. Wir haben uns dann auf den letzten Kilometern noch gegenseitig moralisch unterstützt und sind letztendlich ja auch zusammen ins Ziel gelaufen.

L: Also ein richtiges Erfolgserlebnis noch zum Ende! Wie hat dir das ganze Event „VIVAWEST-Marathon“ insgesamt gefallen?

K: Ich muss sagen: Richtig gut! Vor ein paar Jahren gab es ja hier in Essen vom VIVAWEST-Marathon schon den WAZ-Citylauf, den bin ich zweimal mitgelaufen. Der war immer auf dem Kennedy-Platz gestartet und ging über 7,5 Kilometer. Damals fand ich schon klasse, dass man einen Teil der Halbmarathon- bzw. Marathonstrecke mitgelaufen ist und die ganze Stimmung mitbekommen hat. Angefangen bei den Fan-Points bis zu den einzelnen Menschen oder Gruppen, die an der Strecke stehen und anfeuern und mitfiebern. Jetzt auf der Halbmarathonstrecke mit dem Start- und Zielbereich in Gelsenkirchen hat man die ganze Atmosphäre natürlich richtig aufsaugen können. Der Chor der vor dem Marathon-Start das Steiger-Lied gesungen hat, die Fan-Points an der Strecke mit Live-Musik und Bühne, zum Beispiel an der Zeche Zollverein… außerdem standen da wirklich überall Polizisten oder Ordner, die nicht nur ihren Job gemacht und auf die Strecke geachtet haben, sondern auch angefeuert haben. Die Polizisten an der Strecke hatten zum Teil in ihren Dienstwagen die Radios aufgedreht. Da waren schon Gänsehaut-Momente dabei. Dadurch, dass ich die Strecke ja etwas gemächlicher angegangen bin, konnte ich das auch voll und ganz genießen und aufsaugen. Irre, wie viele Leute da unterwegs waren. Aber auch die Anwohner, die da zum Teil mit Mann und Maus unterwegs waren, eigene Verpflegungsstellen oder Gartenduschen und Schläuche zum Abkühlen aufgestellt hatten – der Support war riesig. Ich würde schon sagen, dass das ziemlich einmalig ist.

L: Wie hat dir die Strecke aus läuferischer Perspektive gefallen?

K: Ich fand, es war eine gute Mischung. Man ist ja am Anfang ein bisschen auf Asphalt gelaufen, da gings ein bisschen hoch und runter, aber gerade der Bereich wo man am Nordsternpark oder bei Zeche Zollverein über die Trassen gelaufen ist, das war sehr schön. Mitten durch die Natur, aber auch städtisch. So wie das Ruhrgebiet an sich ja auch ist – bebaut, aber Grün. Es ist nicht langweilig geworden.

L: Dein letztes Ziel hast du damit also geschafft. Hast du jetzt ein neues Ziel?

K: Ich hab mich gerade für die Innogy-Seerunde in Essen angemeldet, die ist im Herbst und geht einmal rund um den Baldeneysee. Im nächsten Jahr möchte ich auch nochmal beim VIVAWEST-Halbmarathon an den Start gehen – und dann vielleicht ein bisschen schneller sein als in diesem Jahr.
Für die Vorbereitung werde ich dafür wieder auf die persönliche Trainings-Planung von Lauffieber Dortmund zurückgreifen – auch wenn ich nicht regelmäßig am Training werde teilnehmen können. Aber mal sehen, wo es mich nach der Ausbildung hin verschlägt!

 

Nachrichten

27. Mai 2018

- Elias Sansar Sieger des 6. VIVAWEST-Marathon, Dioni Gorla gewinnt bei den Frauen
- Über 1.200 dem Bergbau verbundene Läufer würdigen Verdienste des deutschen Steinkohlebergbaus beim „Glückauf-Zukunft-Lauf!“
- 9.515 Teilnehmern bedeuten neuen Anmelderekord

- Über 100.000 Zuschauer entlang der Strecke

Ruhrgebiet. Deutschlands Topläufer Hendrik Pfeiffer hat beim VIVAWEST-Marathon in der Zeit von 1:12:47 Stunde einen neuen Guinness World Record für den schnellsten Halbmarathon im Business-Anzug aufgestellt. Zuvor lag dieser bei 1:18:10 Stunde.
Pfeiffer sicherte sich damit gleichzeitig den Sieg über die Halbmarathondistanz. Bei hochsommerlichen Temperaturen kühlte sich der 25-Jährige auf der abwechslungsreichen Strecke durch das Ruhrgebiet, vorbei an den Zechen Zollverein und Nordstern, immer wieder mit Eis ab, um sein Vorhaben in die Tat umzusetzen. „Im Anzug zu laufen, so eine Hitze zu erleben, das habe ich noch nie gemacht und es war eine absolute Grenzerfahrung. Ich hatte das Gefühl, in einer Badewanne zu sein und dann noch mit Höchstleistung hätte schwimmen müssen. Es war total anstrengend und ich bin überglücklich, dass ich den Rekord so deutlich geknackt habe. Das war schon ein spezielles Erlebnis“, sagte Pfeiffer direkt nach dem Zieleinlauf in Gelsenkirchen. Mit dem Lauf im Anzug wollte er die Symbiose zwischen Sport und Beruf und der dualen Karriere repräsentieren. „Angesichts der geringen staatlichen Förderung im Laufsport könnte dieses Modell vielleicht auch andere Unternehmen und Athleten dazu inspirieren, einen ähnlichen Weg zu gehen“, so Pfeiffer. Hendrik Pfeiffer, der in unmittelbarer Nähe zum Startbereich wohnt, kann sich ab sofort weltweit schnellster Läufer im Anzug über die Halbmarathondistanz nennen. Hinter Pfeiffer lief David Schönherr (LSF Münster) in 1:14:21 Stunde auf Rang 2, gefolgt von Simon Dahl (Bunerts Laufladen) in der Zeit 1:14:43 Stunde.

Elias Sansar Sieger über die Marathondistanz
Elias Sansar (Detmold) konnte seinen Titel aus dem Jahr 2016 zurückerobern, nachdem er im vergangenen Jahr Zweiter wurde. In 2:26:16 Stunden siegte er vor Tilahun Babsa (Spiridon Frankfurt) in 2:28:31 Stunden und Nikki Johnstone (Großbritannien) in 2:28:44 Stunden. Sansar blieb damit 19 Sekunden hinter dem Streckenrekord von Florian Neuschwander aus dem Premierenjahr des VIVAWEST-Marathons 2013. „Wir sind zwar auch hohe Temperaturen gewöhnt, aber hinten raus war es schon anstrengend. Umso glücklicher bin ich, dass ich gewonnen habe. Das Feld war sehr ausgeglichen und wir waren lange mit fünf, sechs Läufern eng beieinander. Mir hat es unheimlich Freude gemacht, beim VIVAWEST-Marathon wieder dabei zu sein“, sagte Sansar im Ziel.

Dioni Gorla gewinnt bei den Frauen

Eine Düsseldorferin hat sich den Sieg bei den Frauen im Ruhrgebiet erlaufen. Dioni Gorla vom ART Düsseldorf setze sich in 3:00:36 Stunden vor der Dortmunderin Angela Mösch (3:05:31 Stunden, LG Deiringsen) und der Titelverteidigerin Sigrid Bühler vom LAZ Puma Rhein-Sieg (3:15:15 Stunden) durch.

Über 1.200 dem Bergbau verbundene Läufer würdigen Verdienste des deutschen Bergbaus beim „Glückauf-Zukunft-Lauf!“

Es war der erwartete, emotionale Höhepunkt des diesjährigen VIVAWEST-Marathons. Der „Glückauf-Zukunft-Lauf!“ mit über 1.200 bergbauverbundenen Teilnehmern am Start des Bergwerks Prosper Haniel II in Bottrop. Auf einer knapp elf Kilometer langen Strecke durch Bottrop, Gladbeck und Gelsenkirchen liefen die Teilnehmer bis zur Zeche Nordstern, wo sie gebührend von hunderten Zuschauern und dem Ruhrkohle-Chor empfangen wurden. Der 70 Mann starke Chor hatte zuvor im Marathon-Startbereich in Gelsenkirchen noch das Steigerlied mit den Läufern und Zuschauern gesungen. Als Sieger des „Glückauf-Zukunft-Lauf!“ lief in der Zeit von 40:20 Minuten Matthies Groll von der VIVAWEST Wohnen GmbH vor Jürgen Neuhausen von der zentralen Grubenwehr über die Ziellinie.

VIVAWEST als Titelsponsor zeigte sich beeindruckt vom sechsten VIVAWEST-Marathon und der hohen Teilnehmerzahl am „Glückauf-Zukunft-Lauf!“.  „Wir sind als VIVAWEST stolz darauf, dieses Laufereignis und Familienfest im Ruhrgebiet ermöglichen zu können. Als Unternehmen, das seine Wurzeln im Bergarbeiter- und Werkswohnungsbau hat, haben wir uns sehr über die mehr als 1.200 Teilnehmer am ,Glückauf-Zukunft-Lauf!´ gefreut. Das ist eine eindrucksvolle Würdigung der Leistungen des Steinkohlenbergbaus, der Ende 2018 ausläuft“, sagte VIVAWEST-Geschäftsführerin Claudia Goldenbeld.

Ihr Geschäftsführer-Kollege Ralf Giesen ergänzte: „VIVAWEST wollte mit dem ,Glückauf-Zukunft-Lauf!´dem historischen Wendepunkt in der Geschichte  des Ruhrgebietes Rechnung tragen. Als Teilnehmer kann ich sagen: Die Solidarität und das Zusammengehörigkeitsgefühl während des Laufes von Prosper-Haniel nach Nordstern haben mich tief beeindruckt und bewegt. Ausdrücklich möchte ich allen ehrenamtlichen Helfern von VIVAWEST und der IG BCE danken, ohne deren Unterstützung der VIVAWEST-Marathon nicht möglich wäre.“

Und der IG BCE-Vorsitzende Michael Vassiliadis erläuterte: „Die Entwicklung des Ruhrgebietes und der wirtschaftliche Erfolg Deutschlands über Jahrzehnte hinweg sind ohne den Steinkohlenbergbau nicht denkbar. Der ,Glückauf-Zukunft-Lauf!´mit so vielen Teilnehmern ist ein Symbol für die Attraktivität und den Zukunftsoptimismus des Reviers.“ Und auch „Ruhrgebietskind“ und Fußball-Weltmeister Olaf Thon ließ es sich nicht nehmen, die Läufer auf ihren Weg zu schicken.

Dani Tsgay gewinnt den WAZ 10km-Lauf
In der Zeit von 34:24 Minuten gewann Dani Tsgay (LAZ Puma Rhein Sieg) souverän den WAZ 10km Lauf von Gladbeck nach Gelsenkirchen. Zweiter wurde Marvin Weiß (40:41 Minuten) von der LG Dorsten vor Heiko Schäfer (Re Runners) in 43:00 Minuten. Bei den Frauen war Anne Marie Richter vom SC Leipzig in 44:37 Minuten siegreich. Zweite wurde Birgit Kernebeck (46:32 Minuten, NSG Group) vor Emma Lochner-Stuppy aus Großbritannien (46:49 Minuten).

Gesamtschule Marienheide siegreich beim EVONIK-Schulmarathon

Insgesamt 1.505 Schülerinnen und Schüler machten sich beim kostenlosen EVONIK-Schulmarathon auf den Weg durch die vier Städte Gelsenkirchen, Essen, Bottrop und Gladbeck. In der Zeit von 3:07:58  Stunden siegten die sieben Schüler der Ekidenstaffel 1 der Gesamtschule Marienheide vor der Schulstaffel des Suitbertus-Gymnasium aus Düsseldorf in 3:09:03 Stunden. Den dritten Platz belegte das JTFO-Gymnasium Leichlingen 1 in 03:14:15 Stunden.

Sieger des Sparkassen-Staffelwettbewerbs kommt aus Essen

Bei den Sparkassen-Staffelwettbewerben konnte sich das Team Ayyo Essen durchsetzen. Simon Elkenhans, Martin Husen, Burak Besok und Manuel Martins teilten sich die Marathonstrecke und setzen sich in der Zeit von 2:42:47 Stunden vor dem Team des TLV Germani-Essen-Überruhr 1901 und einer gemeinsamen Staffel der Sparkassen Bochum und Hattingen durch.

Neuer Anmelderekord – Veranstalter zufrieden
Insgesamt waren für den VIVAWEST-Marathon 9.519 Teilnehmer gemeldet, was einen neuen Anmelderekord bedeutet. Darunter 1.091 Marathonläufer, 3.542 Halbmarathonläufer, 1.258 Läufer beim „Glückauf-Zukunft-Lauf!“ 1.495 Teilnehmer beim WAZ 10km-Lauf, 1.505 Schülerinnen und Schüler beim EVONIK-Schulmarathon und 628 Teilnehmer beim Sparkassen-Staffelwettbewerb. Knapp 100.000 Zuschauer säumten die Strecke und die Start- und Zielbereiche beim diesjährigen VIVAWEST-Marathon, der vorbei an alten Zechen, Industriekultur und blühenden Naturlandschaften die ganze Vielfalt des Ruhrgebietes widerspiegelt. Insgesamt verlief die Veranstaltung trotz der warmen Temperaturen ohne größere Zwischenfälle. An allen Verpflegungsstellen und im Zielberiech wurden zusätzliche Duschen installiert, die von den Teilnehmern dankend angenommen wurden. „Der 6. VIVAWEST-Marathon ist ein voller Erfolg mit vielen tollen Highlights“, resümierte Philipp Weber, Projektleiter der MMP Event GmbH eine Stunde vor Zielschluss. „Wir danken insbesondere allen Helfern, die sich heute mächtig für das Wohlbefinden der Teilnehmer ins Zeug gelegt haben. Unser Dank geht auch an die Partner und beteiligten Kommunen für die tolle Zusammenarbeit“, so Weber weiter.

24. Mai 2018
- Über 1.200 Teilnehmer beim „Glückauf-Zukunft-Lauf!“
- Ruhrkohle-Chor singt „Steigerlied“ mit Läufern und Zuschauern
- Guinness-Weltrekordversuch durch deutschen Topläufer Hendrik Pfeiffer
- Sparkassen-Staffelwettbewerbe sorgen für Gemeinschaftserlebnis
- Elias Sansar und Sigrid Bühler sind die Favoriten auf den Marathonsieg